Bildungsinternet

Was ist mit "Bildungsinternet" gemeint?

Bildungsinternet statt einfach nur Internet eröffnet ganz neue Aspekte für einen modernen Unterricht. Das Informationszeitalter stellt alle Beteiligten vor neue Herausforderungen. Die einen fordern ein Internet ohne Zensur und Informationsentzug, die anderen sind in Sorge, dass ihr informationelles Selbstbestimmungsrecht aufgrund einer immer umfangreicher werdenden Totalüberwachung durch Internetanwendungen verloren geht.

Schüler und Lehrkräfte haben ein Recht darauf während der Unterrichtszeit geschützt zu werden. Die Schule sollte eine Vorbildfunktion übernehmen, auch wenn es in anderen gesellschaftlichen Bereichen und insbesondere Zuhause die notwendige Achtsamkeit noch nicht gibt. Sorgen Sie im Umfeld Ihres Schulträgers und Ihrer Schulen für eine moderne Bildungslandschaft. Entlasten Sie Ihre Lehrkräfte in der Aufsichtspflicht durch ein Bildungsinternet mit einer Internetfilterung nach dem Stand der Technik. Sorgen Sie dafür, das verstörende Inhalte wie sexueller Missbrauch von Kindern, Vergewaltigungen, Folter, Sex mit Tieren, Enthauptungen sowie Suizide und Morde in der Schule bei der Nutzung des Internets nicht aufrufbar sind.
 

Schon mal gehört?

„Eine Filterliste für Schulen ist ausreichend, wenn die bekanntesten 20 Pornos gesperrt werden können.“
(Akteur aus dem Bereich Schule, Name d. Red. bekannt)

„Wenn Schüler in der Schule zufällig oder gezielt eine Pornoseite aufrufen, ist das nicht so schlimm. Außerhalb der Schule können wir das auch nicht verhindern.“
(Akteur aus dem Bereich Schule, Name d. Red. bekannt)


Fachleute sind sich nicht einig, aber:

Die Mehrzahl von Eltern und Pädagogen befürchten negative Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche, weil pornografische Darstellungen ihre Einstellung zur Sexualität und zum partnerschaftlichen Umgang und ihre Normvorstellungen bezüglich weiblicher und männlicher Attraktivität und befriedigendem Sexualverhalten manipulieren.


Haben Sie gewusst?

35 %

des Datenverkehrs im Internet ist Pornografie

70 %

der Porno-Daten werden zwischen 9 und 17 Uhr abgerufen

Auch während der Unterrichtszeit in der Schule!


"Google.de" erzielt aktuell (Stand 31.10.2018):

2,4 Milliarden Treffer mit "Sex"
900 Millionen Treffer mit "Porno"


Weitere Suchbegriffe erhöhen die Anzahl der angezeigten Pornos.
 

Bildung in der digitalen Welt

Strategie der Kultusministerkonferenz

Im Dokument Strategie der Kultusministerkonferenz - „Bildung in der digitalen Welt“ heißt es: „Das digitale Lernen hält Einzug in deutsche Schulen.“ (siehe S. 5) und „Schule muss als sicherer Raum gestaltet werden!“ (siehe S. 26). 

In allen Bundesländern gibt es die Tendenz "Bring Your Own Device" (BYOD). Das heißt Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler werden vermehrt ihre privaten mobilen Endgeräte in der Schule und im Unterricht nutzen.

Der nachfolgende Auszug eines Teilnehmers aus einem Schriftwechsel 2017 mit einer Vielzahl von Lehrkräften, die als Multiplikatoren für andere Schulen auch als Lehrerfortbildner von Landesanstalten tätig sind, ist Gegenstand einer Studie der Empirischen Forschung und Medienentwicklungsplanung der neolern GmbH.

Hier werden folgende Meinungen geäußert:
„Kinder haben ihr Internet sowieso immer in der Hosentasche.“

„Verstörende Internetinhalte können Kinder und Jugendliche im Internet immer auf ihren privaten Endgeräten sehen“, meint eine Gruppe von Lehrkräften und Lehrerfortbildnern und relativiert damit die Bedeutung von Filtern in der Schule.

Brauchen wir deshalb keinen wirksamen Kinder- und Jugendschutz im Internet mehr in Schulen?

Einfache Filterlisten leisten jedenfalls keinen wirksamen Kinder- und Jugendschutz im Internet. Das ist das Ergebnis der Studie „Wirksame Internetfilterung - Eine Empirische Analyse“ (Empirische Forschung und Medienentwicklungsplanung, neolern GmbH, 2014-2018)

Wirksame Internetfilterung

Eine empirische Analyse (Auszüge)

Hat Ihre Schule eine Filterlösung?

Im Vergleich zu jenen Schulen, die auf jegliche Filterlösung verzichten, zeigen Schulen die Filterlösungen einsetzen, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Eine empirische Analyse der neolern GmbH zum Thema „Wirksame Internetfilterung“ kommt zu dem Ergebnis, dass die von ihr untersuchten einfachen und quasi kostenfreien Filterlisten mit den rasanten Entwicklungen im Internet kaum mithalten können.
 

Pornografie als beispielhafte Kategorie

Fast die Hälfte aller 11- bis 13-jährigen Kinder hat bereits pornografische Bilder oder Filme gesehen – im Internet oder auf dem Handy.
35 % des Datenverkehrs entfallen auf pornografische Angebote. 70 % dieser Angebote werden zwischen 9 und 17 Uhr abgerufen (Unterrichtszeit!). Wirksamer technischer Jugendschutz hilft, solche Angebote während der Schulzeit unzugänglich zu machen.  

Wenn Eltern Fragen stellen

Was wollen Sie in Ihrer Rolle als Schulleitung, Lehrkraft, Elternsprecher oder Akteur in der Lehrerfortbildung und der IT-Beratung für Schulen Eltern sagen, wenn sie nach dem Schutz der Schüler vor Pornografie, Gewaltbildern der IS oder nach der Reduzierung bestimmter Angebote als Beitrag zur Suchtprävention fragen? Wissen Sie, ob der technische Jugendschutz in Ihrem Verantwortungsbereich dem Stand der Technik entspricht?

Wir bieten Ihnen Testverfahren und Fachvorträge, um den technischen Jugendschutz in Ihrem Verantwortungsbereich nach dem Stand der Technik zu prüfen.

Mehr Informationen


Was sind „Filterlisten“?

Filterlisten sind Bestandteil von Filterlösungen, die in deutschen Schulen weit verbreitet sind. Sie enthalten IPs, Domains und URLs, deren Inhalte von den jeweiligen Listenbetreibern kategorisiert werden. Nur ein Teil dieser Kategorien ist für die Realisierung des gesetzlichen Jugendschutzes relevant.

Anbieter der untersuchten Filterlisten

  • MESD Blacklist (Multnomah Education Service District)
  • Shallalist (Shalla Secure Service)
  • Blacklist UT1 (Université Toulouse)
  • URLBlacklist (URLBlacklist.com)

 


In Deutschland nutzen Tausende von Schulen einfache Filterlisten. Diese einfachen Filterlisten werden in Kombination mit oder integriert in folgenden Schulserver-Lösungen eingesetzt.

 

Anbieter ProduktnameVerbreitung
DebianDebian Linuxbundesweit - niedrig
Debian-EduSkolelinux bundesweit - niedrig
DELUBIT GMBH DELUBITSchwerpunkt: Nordrhein-Westfalen - niedrig
EXTIS GmbH Open School Server    Schwerpunkt: Bayern - niedrig
H+H Software GmbH *NetMan for Schoolsbundesweit - hoch 
IServ GmbH *Portalserverbundesweit - hoch (Schwerpunkt: Niedersachsen) 
KRAFT Netzwerk-Engineering GmbHschool@adminSchwerpunkt: Nordrhein Westfalen - niedrig
linuxmuster.net e.V. OpenML – LinuxSchwerpunkt: Baden-Württemberg, Bayern - niedrig
Openschoolproxy Openschoolproxy Schwerpunkt: Bayern - niedrig
Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz  MNS+Schwerpunkt: Rheinland-Pfalz - hoch 
SBE network solutions GmbH logoDIDACTbundesweit - hoch (Schwerpunkt: Bayern, Berlin)
Skool GmbH *SkoolControlbundesweit - niedrig (Schwerpunkt: Bayern)
Univention GmbH UCS@school  bundesweit - niedrig (Schwerpunkt: Bremen)

*Diese Anbieter bieten mit dem TIME for kids Schulfilter Plus auch eine wirksame Internetfilterung an.      


Untersuchte Fragen je Filterliste

  • Gesamtzahl und Anzahl der Einträge je Kategorie
  • Gesamtzahl der Einträge ohne Doppelungen
  • Anzahl der sperrbaren Einträge
  • Aktualisierungsrate

Anzahl der aufrufbaren Einträge in der Kategorie Pornografie

Das folgende Schaubild zeigt mit dem oberen roten Kasten die Anzahl von 7 Millionen Domains mit pornografischen Inhalten im Jahr 2013, die auch aktuell nur zu einem kleinen Teil von den Filterlisten der untersuchten Anbieter erfasst sind. 


Domains enthalten jeweils eine große Anzahl URLs wie die Suchmaschine "Google.de" zeigt. "Google.de" erzielte am 08.12.2014 über 200 Millionen Treffer und am 31.10.2018 über 900 Millionen Treffer beim Suchbegriff "Porno". Die Anzahl der sperrbaren Einträge je Filterliste der untersuchten Anbieter war im Dezember 2014 zwischen 300.000 und 900.000 pornografischen Inhalten in Form von IPs, Domains und URLs. Im 3. Quartal 2018 wurde die Anzahl von 1 Million sperrbaren Einträgen an pornografischen Inhalten nicht übertroffen. Bei "Google.de" hat sich zwischen 2014 und 2018 die Anzahl der Treffer mit über 900 Millionen mehr als vervierfacht. Die einfachen Filterlisten treten mit max. 1 Million Treffern auf der Stelle. 

Diese Anbieter können deshalb nur einen sehr eingeschränkten Beitrag zum Schutz vor Pornografie bei der Internetnutzung in den Schulen leisten.
Es bleibt eine Lücke von über 6 Millionen pornografischen Inhalten in Form von Domains bzw. eine Vielzahl von Millionen URLs, die die untersuchten Anbieter von Filterlisten nicht erfassen. Diese pornografischen Inhalte sind für Schüler in den Schulen aufrufbar, die nur die untersuchten Filterlisten einsetzen.

 

 

Schlussfolgerung

Die untersuchten einfachen und quasi kostenfreien Filterlisten, die Bestandteil von weit verbreiteten Filterlösungen zur Durchsetzung des Kinder- und Jugendschutzes im Internet an deutschen Schulen sind, können mit den rasanten Entwicklungen im Internet kaum mithalten. Die empirische Analyse legt den Schluss nahe, dass bei Filterlösungen, die ausschließlich auf den hier analysierten Filterlisten basieren, ein erheblicher Bedarf an Verbesserungen besteht. Wie soll eine Filterung den gesetzlichen Jugendschutz erfüllen, wenn sie nur einen Bruchteil der pornografischen Inhalte sperren kann?

Erklärvideo

Wirksame Internetfilterung - 99 % statt 15 % Schutz

Erfahren Sie im Erklärvideo „Wirksame Internetfilterung“ warum Lehrkräfte sich für 99 % Schutz entscheiden.


Teilen Sie dieses Erklärvideo mit allen Lehrkräften an Ihrer Schule.

Ist Ihre Schule sicher?

1. Test - Bilder in Suchmaschinen

Mit dem ersten Test können Sie Ihr Schulnetzwerk eigenständig auf die Erreichbarkeit von unangemessenen Vorschaubildern bei der Online-Suche testen. Dabei wird visualisiert, welchen Inhalten Kinder und Jugendliche bei der Nutzung von Suchmaschinen auf PCs, Tablets und Laptops ausgesetzt werden können.

2. Test - Filterung von Internetseiten

Der zweite Test stellt Schulen, Schulträgern und Akteuren der Lehrerfortbildung ein Testprogramm im Rahmen eines Fachvortrags zum Thema "Wirksame Internetfilterung" zur Verfügung. Das Testprogramm prüft beispielhaft, ob die bestehende Filtersoftware jugendschutzrelevante und unterrichtsfremde IPs, Domains und URLs sperren kann.

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